2011 - Großartig

Auf einen frühen Austrieb, einer ebenso frühen Blüte und einem sehr trockenen Sommer folgte eine sehr frühe Lese (zT bei Sommerhitze).
Die hohe Tagestemperaturen trugen dazu bei, dass die Zuckergrade der Trauben rasch anstiegen. Das führte zu sehr kräftigen, körperreichen Weinen (unsere Hofffnung auf einen leichten Veltliner erfüllt sich wieder nicht). Gleichzeitig sorgte die deutliche Abkühlung in den Nächten für eine feine Aromatik und Eleganz.
Dennoch kein ganz leichter Jahrgang. Auch 2011 war hohe Qualität nur bei einer späten Lese möglich. Erst ab Mitte Oktober blieb es auch tagsüber kalt. Die im Spätherbst gelesenen Trauben brachten hochwertige, sehr großzügig angelegte Weine.

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31. Dezember:
Jetzt hat auch der letzte Wein die Gärung beendet (alle Weine sind trocken). Ein Jahrgang mit enormer Kraft, kein Jahr für "Leichttrinker".

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2. November:
noch ist alles in Gärung;

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Die Lese

22. Oktober:
2. Lesetag in der Riede Grillenberg; Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, aber heiter und freundlich (Wärmetag); hochreife Veltliner-Trauben ohne Botrytis (22°KMW)

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15. Oktober:
erste Frostnacht (-1°C); tagsüber sehr kalt und sonnig; einzelne Beeren beginnen bereits zu schrumpfen; wir hoffen, dass die kalte Herbstsonne die letzte Ausreifung der Trauben unterstützen wird.

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8. Oktober:
Gestern ist mit einem Pauckenschlag (leichter Regen, Wind, Kälte) der Herbst eingekehrt. Unsere wertvollsten Trauben sind noch im Weingarten. Wir entfernen das Laub aus der Traubenzone, damit die Trauben nach den leichten Regenfällen wieder rasch abtrocknen können.

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1. Oktober:
1. Lesedurchgang in der Riede Grillenberg;
26°C, wolkenloser, blauer Himmel;
Grüner Veltliner (19°KMW; 7,1 g/l Säure)

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Lesevorbereitungen

25. September:
Ein unendlich langer Spätsommer (6 Wochen Sonnenschein).
Die Zuckerkonzentration der Trauben nimmt rasant zu. Durch das trockene, sonnige Wetter wird Wasser aus den Beeren verdunstet. Das immer noch intakte Reblaub läßt durch Assimilation den Zuckergehalt weiter ansteigen.

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Das Jahr 2011

22. August:
Das späte Sommer-Comeback; für die ganze Woche prognostizieren die Meteorologen viel Sonne und Hitze; sehr fein für unsere Trauben;
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20. Juli:
Kälteeinbruch mit Regen;
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12. Juli:
tagelange Hitze (36°C), kein Tropfen Niederschlag (die Gewitterwolken ziehen an Retz vorbei); die jungen Riesling-Reben am Golitsch müssen bewässert werden;
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24. Juni:
Laubarbeit (1. Durchgang) beendet.

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21. Juni:
Die Sommersonnenwende (21. Juni) und der Johannistag (24. Juni) sind im Jahreszyklus besondere Tag. Ab jetzt geht die Entwicklung der Reben vom Wachstum in Richtung Reife.

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11. Juni:
Optimales Wetter: tagsüber viel Sonne, kühle Nächte. Die Reben fühlen sich sichtlich wohl. Die rasch wachsenden Triebe müssen in die Drahtpaare hineingesteckt werden, überzählige Triebe müssen entfernt werden. Die Laubwand soll in den Sommermonaten luftig und locker sein.

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1. Juni:
Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen das Wachstum der Reben enorm. Beginn der Rebblüte in der Riede Grillenberg (sehr früh - vergleichbar mit 2007, 2003 und 2000). Wird 2011 ähnlich reife Weine bringen?

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30. Mai:
Bis Mitte Mai war es im Raum Retz extrem trocken (praktisch kein Niederschlag); dann folgen Regen, Gewitter (die Niederschläge kommen gerade noch rechtzeitig) und Hitze; die Vegetation hat gegenüber 2010 einen deutlichen Vorsprung;

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10. April:
Aufgrund des schneearmen Winters und der geringen Niederschläge seit Jänner sind viele der im letzten Jahr am Golitsch gesetzten Reben im kargen Granitboden vertrocknet.

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15. März:
Anfang März steigen die Temperaturen, es zeigt sich wieder öfter die Sonne (aber kalte Nächte mit Minusgraden);

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27. Februar:
Bisher ein Winter mit tiefen Temperaturen und extrem wenig Niederschlag (im Februar betrug die Niederschlagsmenge in Retz nur 0,5 mm); sehr trüb (Hochnebel) bis Ende Februar.

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